Spiritualité

Tuitio fidei et obsequium pauperum

Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen

In der ersten Regel der Hospitalbrüderschaft des Hl. Johannes zu Jerusalem wird der Leitsatz Tuitio fidei et obsequium pauperum – Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen formuliert, der bis heute für den Orden und alle Gemeinschaften, die sich davon ableiten, Gültigkeit hat.

Im Laufe der Ordensgeschichte hat sich der Leitsatz nicht verändert. Er wurde unterschiedlich „in die Zeit“ übersetzt. Heute leben wir nicht mehr in der Kreuzfahrerzeit, wohl aber in einer Zeit, in der Kriege, Katastrophen und Schicksalsschläge vielfältiges Leid, Krankheit, Obdachlosigkeit, Flüchtlingselend und andere Bedürftigkeiten hervorrufen, die keinen Menschen und erst Recht keinen Malteser unberührt lassen dürfen.

So ist es dem Malteser, der aus der christlichen Tradition kommt, ein Anliegen, Gottes- und Nächstenliebe in guter Weise zu verbinden und damit der Aufforderung Jesu zu folgen:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mitganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.“ Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mt 22,37-39)